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Abendblatt-Redakteurin erhält renommierte Auszeichnung auf dem Presseball

Hamburg. Der Erich-Klabunde-Preis geht in 2005 an Barbara Hardinghaus. Die Redakteurin des Hamburger Abendblatts wird für die Reportage ihres Selbstversuchs Vier Wochen leben mit 345 Euro ausgezeichnet. Die 29-jährige hatte im August 2004 einen Monat lang nach dem Regelsatz von Hartz IV, also von zehn Euro pro Tag, gelebt und ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einer beeindruckenden 26-teiligen Reportage-Serie geschildert.
Während ihrer Recherche hat Barbara Hardinghaus viele Menschen kennen gelernt, die ihr offen und ohne Vorurteile ihre An- und Einsichten schilderten. Sie schrieb sie für uns auf und sagt über sich selbst: Ich habe jetzt mehr Respekt - und das verdient besonders in der heutigen Zeit unseren Respekt, so Marina Friedt, Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Hamburg (DJV). Der Preis ist in diesem Jahr mit € 2.000,-- dotiert.

Die Verleihung des Erich-Klabunde-Preises durch die DJV-Vorsitzende Marina Friedt ist erstmals feierlicher Höhepunkt des Hamburger Presseballs 2005. Die Laudatio hält Altbürgermeister Dr. Henning Voscherau. Der Benefizball der Stiftung der Hamburger Presse findet am 22. Januar im Kempinski Hotel Atlantic statt. Die Erlöse dienen traditionell der Aus- und Weiterbildung junger Journalistinnen und Journalisten sowie der Unterstützung in Not geratener Kollegen.

Der Erich-Klabunde-Preis für sozial engagierten Journalismus zählt zu den ältesten bundesdeutschen Journalistenpreisen. Der Namensgeber Erich Klabunde war 1946 Gründer der damaligen Berufsvereinigung Hamburger Journalisten auf Landes- wie auf Bundesebene, ideell Architekt des sozialen Wohnungsbaus und im Hauptausschuss des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) maßgeblich am Aufbau des demokratischen Rundfunks beteiligt. Erich Klabunde war engagiert wie kaum ein anderer - immer sprungbereit zum geistigen Turnier formulierte es Adolf Grimme, der langjährige Generaldirektor des NWDR. Klabunde starb am 21. November 1950, er wurde nur 43 Jahre alt.

Die prämierte Arbeit ist hier zu lesen.

Im Jahr 2014 hat Barbara Hardinghaus den Erich-Klabunde-Preis ein zweites Mal erhalten.