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Erich-Klabunde-Preis 2006 an Bruno Schrep

Der renommierte Erich-Klabunde-Preis des Deutschen Journalisten-Verbandes Hamburg (DJV) geht in 2006 an Bruno Schrep. Der Spiegel-Redakteur erhält den Klabunde-Preis des DJV auf dem Presseball.

 

Der Spiegel-Redakteur wurde für seinen Beitrag "Die letzte Station" ausgezeichnet. Der erste Teil des Artikels war zunächst im Spiegel spezial und der zweite im Spiegel erschienen, bevor er im Hamburger Straßen-Magazin Hinz & Kunzt veröffentlicht wurde.

Der 60jährige Schrep beschreibt den Abschied von zwei alten Menschen von ihrem vertrauten Zuhause in ein Heim. Er tut dies nach Überzeugung der Jury leise und ohne auf die heute zumeist übliche plakative Weise. Dadurch wird er glaubwürdig. Diese Glaubwürdigkeit wird gestützt durch tiefgehende und sichtbare Recherchearbeit und durch die einfühlsame Umsetzung des Themas. Anstelle eines Artikels über Missstände in Altersheimen weckt er Verständnis für die Probleme des Älterwerdens. Er beschreibt, ohne sich in den Vordergrund zu stellen, den langen Weg der beiden alten Menschen bis zur letzten Station, dem Altersheim. Beide Protagonisten stehen exemplarisch für ein weitgehend verdrängtes Thema, das uns alle früher oder später beschäftigen wird.

„Diese Reportage verdient unseren Respekt, weil ein Tabuthema offen und zugleich sanft in die Öffentlichkeit getragen wurde“, sagte Marina Friedt, Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes Hamburg (DJV). Der Preis war in diesem Jahr mit € 2.500,-- dotiert. Der Jury gehörten neben Bischöfin Maria Jepsen die NDR-Journalisten Claudia Spiewak und Kuno Haberbusch, die Direktorin der Akademie für Publizistik, Annette Hillebrand, die Chefredakteurin von Hinz & Kunzt, Birgit Müller sowie die DJV-Landesvorsitzende Marina Friedt und ihr Stellvertreter Albrecht Nürnberger an.
 

Die prämierte Arbeit ist hier zu lesen.