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Christoph Heinemann und Jens Meyer-Wellmann, Autoren beim Hamburger Abendblatt, erhalten den Erich-Klabunde-Preis 2022 für ihr Werk „Der Ausbruch“ im Dossier der Tageszeitung.

„Ein hochaktuelles Thema wird hier fesselnd beschrieben“, urteilte die Jury. Und obwohl der Ausgang schon bekannt war, liest sich die lückenlos recherchierte und dokumentierte Chronologie des Vorfalls "Corona im UKE" bis zum Ende überaus spannend dank überzeugender Dramaturgie.

Auch die ansprechende Präsentation des Projekts ist preiswürdig, und selbst wenn nicht alle Fragen, die sich angesichts dieser Tragödie stellten, beantwortet wurden, geben die Autoren den Leidtragenden ein Gesicht.

Ebenfalls bemerkenswert ist die sachliche, fast lapidare und unaufgeregte Sprache – kein Lamentieren, keine emotionalen Vorwürfe, gerade das macht die Geschichte so wirkungsvoll.

Unser Kompliment gilt auch dem Medium, das eine solch aufwendige Recherche ermöglicht hat. Bemerkenswert fand die Jury zudem, dass in diesem Jahr die Einreichungen aus dem Printbereich durch besonders intensive Recherchen hervorstachen und damit unterstrichen, wie wichtig gerade in Krisenzeiten hochwertiger lokaler Zeitungsjournalismus ist.

Die renommierte Auszeichnung wird gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher von der Vorsitzenden des DJV Hamburg, Marina Friedt, als feierlicher Höhepunkt auf dem 72. Hamburger Presseball im Grand Elysée Hotel am 11. Juni 2022 überreicht.

Der Jury gehören neben Marina Friedt Nadja Stavenhagen (Direktorin der Akademie für Publizistik), Hans-Jürgen Börner (Fernsehjournalist), Bruno Schrep (Klabunde-Preisträger und „Spiegel“-Autor), Dr. Martin Wilhelmi (Rundfunkjournalist) sowie der 2. Vorsitzende des DJV Hamburg Peter Jebsen an.

Der Erich-Klabunde-Preis für sozial engagierten Journalismus wurde erstmals 1957 vergeben und zählt zu den ältesten deutschen Journalistenpreisen. Der Namensgeber Erich Klabunde (20.02.1907 - 21.11.1950) war 1945 Gründer und erster Vorsitzender der damaligen Berufsvereinigung Hamburger Journalisten und später des Deutschen Journalisten-Verbandes auf Bundesebene.

Den ausgezeichneten Beitrag können Sie hier lesen.

 

Marina Friedt mit Jens Meyer-Wellmann und Christoph Heinemann auf dem Presseball 2022 (Foto: Georg Wendt)

Marina Friedt mit Jens Meyer-Wellmann und Christoph Heinemann auf dem Presseball 2022 (Foto: Georg Wendt)