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Einer der ältesten deutschen Journalistenpreise ging 2013 ans Autorenteam Anita Blasberg und Christian Denso

Anita Blasberg und Christian Denso erhielten den Erich-Klabunde-Preis 2013 für ihre in der ZEIT erschienene Reportage „Unter Menschen“, ein Stück über einen Sicherungsverwahrten, der nach fast 30 Jahren entlassen wurde und seitdem in Hamburg lebt.

Die renommierte Auszeichnung wurde von der Vorsitzenden des DJV Hamburg, Marina Friedt, als feierlicher Höhepunkt auf dem 64. Hamburger Presseball am 26. Januar 2013 überreicht, die Laudatio hielt Lars Haider, Chefredakteur des Hamburger Abendblattes.

In ihrem Text „Unter Menschen“ beschreiben Blasberg und Denso den Versuch eines wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verurteilten Mannes, sie nennen ihn Hans-Peter Müller, in die Gesellschaft zurückzukehren - die ihn nicht will.

Die Juroren würdigten besonders Blasbergs und Densos offene Haltung gegenüber der Situation und allen Beteiligten. Ihre vorurteils- und wertungsfreie Darstellung zwinge den Leser, selbst eine Haltung zu finden: „Müller gibt sich keine Mühe, gemocht zu werden, er flößt kein Vertrauen ein und er will kein Verständnis. Müller ermöglicht kein Mitgefühl, und vielleicht ist sein Fall auch deshalb der richtige, um sich dem Dilemma entlassener Sicherungsverwahrter zu nähern: Er zwingt sein Gegenüber, ihn mit dem Verstand zu erfassen.“

Anita Blasberg hatte den Klabunde-Preis bereits im Jahre 2008 gemeinsam mit ihrem Bruder Marian Blasberg für eine ebenfalls in der ZEIT veröffentlichte Reportage erhalten.

Die prämierte Arbeit ist hier zu lesen.

Christian Denso und Anita Blasberg, für die es bereits der zweite Erich-Klabunde-Preis war, nehmen Marina Friedt in ihre Mitte. (Foto: Florian Büh)