Redakteurinnen und Redakteure fordern gerechte Arbeitsbedingungen
Warnstreik bei den Lübecker Nachrichten
Ansprechpartner*in
Stefan Endter
Redakteurinnen und Redakteure der Lübecker Nachrichten streiken für gerechtere Arbeitsbedingungen, Foto: DJV
Lübeck. „Fairpay Journalimus: Gleiche Arbeit – gleiche Bedingungen“ – dies ist das Motto, unter dem Redakteurinnen und Redakteure der Lübecker Nachrichten Media GmbH am Mittwoch, 10. Dezember, die Arbeit niedergelegt haben. Mit dem Warnstreik fordern sie von der Geschäftsführung die Aufnahme von Haustarifverhandlungen. Die Streikenden sind bei einer Tochter-Gesellschaft der Lübecker Nachrichten angestellt, in der bisher keine Tarifgehälter gezahlt werden und keine tariflichen Arbeitsbedingungen gelten.
„Wer tagtäglich Seite an Seite mit tarifierten Kolleginnen und Kollegen mit großem Engagement eine Qualitätszeitung wie die Lübecker Nachrichten produziert, muss auch gleich bezahlt werden“, sagte Stefan Endter, Geschäftsführer des Deutschen Journalisten-Verbandes Nord (DJV). „Der DJV hat daher die Geschäftsleitung auf Bitten der Redakteurinnen und Redakteure gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu Haustarifverhandlungen aufgefordert.
Bedauerlicherweise verweigert die Lübecker Nachrichten Media GmbH die Verhandlungsaufnahme. Mit ihrem Warnstreik unterstreichen die Redakteurinnen und Redakteure ihre Forderung nach Gleichbehandlung und gerechten Arbeitsbedingungen“, erklärte der DJV-Geschäftsführer. „Wir fordern die Geschäftsführung der LN Media GmbH noch einmal auf, an den Verhandlungstisch zu kommen – eine Weigerung wäre eine Missachtung der Beschäftigten“. Etwa 75% der bei der Lübecker Nachrichten Media GmbH beschäftigten Redakteurinnen und Redakteure blieb heute der Arbeit fern.
Nach Angaben des DJV müssen die Streikenden 15 Prozent mehr Arbeit pro Woche leisten. Sie verdienen jedoch trotzdem weniger Geld als ihre tarifierten Kolleginnen und Kollegen. Die Gehälter nehmen auch nicht an der Gehaltsentwicklung teil, die der einschlägige Tarifvertrag vorsieht.