DEUTSCHER JOURNALISTEN-VERBAND NORD HAMBURG – SCHLESWIG-HOLSTEIN GEMEINSAM.MACHEN.
Nord
Wie gelingt der journalistische Umgang mit der AfD?
20
Feb
19:30 - 21:00 Uhr
Podiumsdiskussion DJV Nord (Foto: Florian Büh)
Podiumsdiskussion DJV Nord (Foto: Florian Büh)

Fundierte Vorbereitung, akribische Recherche und profunde Sachkenntnis - dies ist aus Sicht der NDR-Redakteurin Anja Reschke und der stellvertretenden Chefredakteurin der Morgenpost, Geli Tangermann, eine zentrale Antwort auf die Frage "Wie gelingt der journalistische Umgang mit der AfD?".

Reschke, Tangermann, Dr. Enno Stahl, Literaturwissenschaftler und Experte für die Sprache der Neuen Rechten und der SPIEGEL-Fotojournalist Rafael Heygster diskutierten am Dienstagabend auf Kampnagel vor vollbesetzem Haus auf Einladung des DJV Nord und des Kulturforums über die Frage, wie Journalistinnen und Journalisten in der Berichterstattung verantwortlich mit einer Partei umgehen, die zumindest in Teilen, als gesichert rechtsextrem vom Verfassungsschutz eingestuft wird.

Die Moderation hatten Marina Friedt (Vorsitzende des DJV Nord) und Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast (Vorsitzende des Kulturforums) übernommen.

Anja Reschke wies darauf hin, dass die AfD Auftritte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk strategisch nutze, um Aufmerksamkeit zu erregen. Die Partei nutze parallel soziale Medien, um ihre Zielgruppe jenseits klassischer journalistischer Angebote zu erreichen.

Dr. Stahl warb für einen seniblen Umgang mit der verwendeten Sprache und erläuterte, wie die Neue Rechte Begriffe präge, um politische Positionen zu besetzen (Beispiel "Remigration").

In der Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, dass viele Teilnehmende die AfD als ernsthafte Bedrohung der Demokratie sehen.

-se-

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