TikTok, Instagram & Co versus TV, Audio und Tageszeitung - Zum Umgang mit dem veränderten Medienkonsum
Social Media - ein Thema, das generationsübergreifend triggert – auch im Journalismus. Eine gemeinsam mit dem Kulturforum organisierte Podiumsdiskussion in der Kulturfabrik Kampnagel in Hamburg, auf der genau unter diesem Aspekt veränderter Medienkonsum im Fokus stand. Initiiert von Cornelie Sonntag-Wolgast und Marina Friedt, moderiert von Franziska Herrmann.
In der Runde vor vollbesetztem Plenum diskutierten Melissa Körner (Social Media-Redakteurin Tagesschau), Dr. Claas Schüddekopf (Leiter des Amtes Medien in der Behörde für Kultur und Medien), Dr. Christian Stöcker (Professor für Digitale Kommunikation, HAW Hamburg) und Dominique Lars Ziesemer (Geschäftsführer der ARD Unterhaltungs-Koordination).
Wie nimmt man älteren Zuschauern die Scheu vor neuen Medien, wie baut man Barrieren ab? Wie schafft man es andererseits, junge Menschen nicht zu langweilen, sondern durch Storytelling spannende Inhalte anzubieten?
Beispiel Tagesschau. Für mittlere und ältere Generation gelten feste Zeiten, um die sich der Tagesablauft rankt, zu denen sich früher die ganze Familie vor dem Fernseher versammelte. Junge Menschen streamen unabhängig von der Sendezeit. Um auch sie für die Tagesschau zu gewinnen, setzt das ARD-Format inzwischen stark auf die social media-Community und bespielt dabei fast alle Kanäle. Mit Content, der zwar anders aufbereitet, aber trotzdem mehrfach gegengecheckt und ebenso glaubwürdig ist wie in den klassischen Formaten.
Generell gilt: Je stärker die Informationsflut, desto überforderter sind Leser:innen/Zuschauer:innen/Zuhörer:innen. Und umso wichtiger ist es, Vertrauen aufzubauen. Den Spagat zu schaffen, die Infos schnell zu transportieren, dabei Emotionen zu triggern und gleichzeitig die Gewissheit zu schaffen, dass diese Infos auf absolut glaubwürdigen Fakten basieren. Fakten nicht negativ zu vermitteln, sondern mit positivem Ansatz.
Positiv besetzt sind auch folgende News: Die Auflage der Printausgabe der ZEIT ist ständig am Steigen. Lokale Nachrichten werden auch für die Jüngeren immer interessant sein. Und last but not least: In eine spannende Zukunft führt das geplante Haus der digitalen Welt in Hamburg. Der Kreis wird geschlossen, denn durch gemeinsames Erleben und Arbeiten vor Ort gehen Präsenz und digitale Herausforderungen eine starke Symbiose ein.
Impressionen von der Podiumsdiskussion
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